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Der komplette Raubfisch Schnur Guide Alles Wichtige zur Auswahl und zum optimalen Einsatz der passenden Shimano Schnur für alle Einsatzbereiche beim Raubfischangeln.

Beim Raubfischangeln entscheidet vor allem, was am Ende der Schnur passiert. Das erste Zupfen eines Barschs, die vorsichtige Aufnahme eines Zanders am Grund oder der massive Widerstand eines großen Hechts beim Biss auf einen Swimbait. Die Schnur ist die direkte Verbindung zwischen Angler, Köder und Fisch. Die richtige Schnur überträgt jeden Kontakt, ermöglicht einen sicheren Anhieb und sorgt dafür, dass mehr Fische gelandet werden – Wurf für Wurf.

 

Dieser Guide vermittelt alle wichtigen Grundlagen rund um Angelschnüre – von den unterschiedlichen Schnurtypen bis hin zur optimalen Auswahl für jede Situation.



What types of fishing lines are there?

Welche Arten von Angelschnüren gibt es?

 

Beim Raubfischangeln kommen drei Haupttypen von Angelschnüren zum Einsatz: Geflecht, Monofil und Fluorocarbon. Jeder Typ besitzt spezifische Eigenschaften und eignet sich für unterschiedliche Einsatzbereiche. Im Folgenden werden die einzelnen Schnurarten kurz vorgestellt, bevor im Detail auf ihren optimalen Einsatz eingegangen wird.

Was ist geflochtene Schnur?


Geflochtene Schnur ist die erste Wahl für das Angeln auf Hecht, Barsch, Zander und Wels. Mit nahezu keiner Dehnung und einem im Verhältnis zur Tragkraft sehr geringen Durchmesser sorgt sie für eine direkte Verbindung zu allem, was am Ende der Schnur passiert. Jeder Grundkontakt, jede Köderberührung und jeder Biss wird unmittelbar übertragen. Diese direkte Rückmeldung ermöglicht es, den Anhieb sofort und auch auf große Distanz oder in tiefem Wasser sicher zu setzen.

 

Geflecht ist die bevorzugte Wahl für:

·      Jiggen mit Gummiködern

·      Pelagisches Angeln

·      Hechtangeln mit großen Ködern (Swimbaits, Glidebaits, große Gummiköder)

·      Finesse-Techniken (z. B. Carolina Rig, Free Rig)

Was ist der Unterschied zwischen 4-fach und 8-fach Geflecht?

 

Nach der Wahl für Geflecht stellt sich die Frage nach der Konstruktion. Angaben wie 4, 8, 8+ oder G5 geben Aufschluss über den Aufbau der Schnur und deren Einsatzbereich.

Eine 4-fach geflochtene Schnur besteht aus vier stärkeren Fasern, die miteinander verflochten sind. Diese dickeren Stränge bieten eine hervorragende Abriebfestigkeit, hohe Knotentragkraft und eine insgesamt hohe Robustheit. Dadurch eignet sie sich ideal für das Angeln in der Nähe von Hindernissen wie Steinen, Krautfeldern, versunkenem Holz oder in starker Strömung.


Wähle eine 4-fach geflochtene Schnur, wenn du unter anspruchsvollen Bedingungen angelst, bei denen Langlebigkeit und Zuverlässigkeit entscheidend sind, oder wenn du den ganzen Tag mit schwereren Ködern wirfst und führst.


Shimano Beispiele: Kairiki 4 und PowerPro

Eine 8-fach geflochtene Schnur wird aus acht feineren Fasern hergestellt, wodurch die fertige Schnur ein runderes und glatteres Profil erhält. Am Wasser sorgt dieses glattere Profil für weitere Würfe und eine geringere Geräuschentwicklung beim Lauf durch die Rutenringe.


Wähle eine 8-fach geflochtene Schnur, wenn du maximale Sensibilität wünschst, in klarem oder stark befischtem Wasser angelst oder zusätzliche Wurfweite erzielen möchtest.


Shimano Beispiel: Kairiki 8

Shimano Kairiki 8+ für maximale Beständigkeit und Langlebigkeit
Die Kairiki 8+ baut auf den Vorteilen einer klassischen 8-fach geflochtenen Schnur auf und kombiniert diese mit einer dichteren Flechtung sowie einer fortschrittlichen Beschichtung, die für noch mehr Geschmeidigkeit und Haltbarkeit sorgt. Dadurch bleibt die Schnur länger rund und gleichmäßig, was die Reibung reduziert und ihre Wurfleistung dauerhaft erhält.


Das Ergebnis ist eine leisere und geschmeidigere Schnur, die Session für Session zuverlässig performt. Ideal für Angler, die Wert auf langanhaltende und verlässliche Leistung legen.


PowerPro Super 8 Slick V2 für ultrageschmeidige Wurfperformance
Die Super 8 Slick V2 wurde für maximale Geschmeidigkeit und müheloses Werfen entwickelt. Dank ihrer dichten 8-fach-Flechtung und der Enhanced Body Technology-Beschichtung entsteht ein glattes, rundes Schnurprofil, das besonders leicht durch die Rutenringe gleitet.


Das Ergebnis sind größere Wurfweiten, weniger Geräusche und eine Schnur, die sich sowohl auf der Rolle als auch im Wasser außergewöhnlich geschmeidig und kontrolliert anfühlt.

Shimano Kairiki G5 für optimale Köderkontrolle durch sinkende Eigenschaften


Die Kairiki G5 zeichnet sich durch ihre sinkenden Eigenschaften aus, wodurch die Schnur das Wasser effektiv durchschneidet und einen direkten Kontakt zum Köder hält. Dies reduziert den Schnurbogen und verbessert die Kontrolle, insbesondere beim Angeln in tieferem Wasser oder bei Strömung.

Was ist monofile Schnur?


Monofile Schnur dehnt sich unter Belastung – genau diese Eigenschaft macht sie so besonders. Sie puffert harte Bisse ab, gleicht plötzliche Fluchten aus und sorgt dafür, dass Drillingshaken auch bei heftigen Kopfstößen sicher greifen. Dadurch entsteht ein verzeihenderes Setup, mit dem mehr gehakte Fische auch tatsächlich gelandet werden. Gleichzeitig ist Monofil sehr einfach zu handhaben und daher besonders gut für Einsteiger geeignet.

 

Monofile Schnur ist die ideale Wahl für:

·      Crankbaits mit Drillingen und starkem Druck im Lauf

·      Forellenangeln, bei dem die Dehnung feine Haken schützt

·      Zielfische mit weicherem Maul

·      Einsteiger im Raubfischangeln, die ein gutmütiges Setup bevorzugen

Was ist Fluorocarbon-Schnur?


Fluorocarbon ist unter Wasser nahezu unsichtbar, da es Licht ähnlich wie Wasser bricht. Für Fische ist die Schnur dadurch kaum wahrnehmbar. Zudem ist sie dichter als monofile Schnur, sinkt schneller ab und bietet eine hohe Abriebfestigkeit.

 

Fluorocarbon ist die beste Wahl für:

·      Leader beim Angeln auf Barsch, Zander und Hecht in Kombination mit Geflecht

·      klares Wasser und stark befischte Gewässer, in denen Unauffälligkeit entscheidend ist

·      strukturreiche Gewässer mit Steinen oder Hindernissen

·      Finesse-Techniken, bei denen eine natürliche Köderbewegung wichtig ist

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Welche Shimano Schnur ist die beste für jede Raubfischart?

 

Die meisten Raubfischangler verwenden Geflecht als Hauptschnur und kombinieren dieses mit einem Fluorocarbon- oder Stahl-Leader am Köder. Die optimale Kombination hängt von Zielfisch, Technik und Gewässer ab. Im Folgenden werden die passenden Shimano Setups für Hecht, Zander, Barsch, Wels und Forelle vorgestellt – inklusive Hauptschnur, empfohlenem Durchmesser, geeignetem Leader und der Begründung, warum das jeweilige Setup funktioniert.

Beste Angelschnur für das Hechtangeln

Beim Hechtangeln stehen Kontrolle, Kraftreserven und Zuverlässigkeit im Mittelpunkt. Häufig kommen größere Köder zum Einsatz und es wird gezielt Struktur abgefischt. Ein Setup, das auch dann zuverlässig funktioniert, wenn ein Fisch hart einsteigt oder ins Hindernis zieht, macht den entscheidenden Unterschied.

 

Hauptschnur:

Geflochtene Schnur ist die erste Wahl beim Hechtangeln, da sie direkte Kontrolle und sichere Anhiebe ermöglicht. Eine vielseitige 8-fach-Geflochtene wie Shimano Kairiki 8 ist eine starke Allround-Option. In stark strukturreichen Gewässern bieten robustere Varianten wie Kairiki 4 oder PowerPro zusätzliche Sicherheit. Für maximale Geschmeidigkeit und Wurfleistung kommen Premium-Schnüre wie Kairiki 8+ oder PowerPro Super 8 Slick V2 in Betracht.

 

Durchmesser:

Beim Spinnfischen auf Hecht wird in der Regel Geflecht im Bereich von 0,19 mm bis 0,23 mm eingesetzt. Für große Köder und dichten Bewuchs sind 0,28 mm bis 0,315 mm üblich – abhängig von Köder, Bedingungen und persönlicher Präferenz.

 

Leader:

Ein bissfestes Leader ist beim Hechtangeln unverzichtbar. Fluorocarbon wie Yasei Fluoro Leader wird häufig in Durchmessern um 0,90 mm verwendet, um Schutz vor scharfen Zähnen zu bieten und gleichzeitig eine saubere Präsentation zu gewährleisten.

 

Warum dieses Setup funktioniert:

Die Kombination sorgt für direkten Köderkontakt, ausreichende Kraftreserven bei harten Fluchten und die notwendige Zuverlässigkeit im Bereich von Hindernissen – bei gleichzeitig flexibler Anpassung an individuelle Angelstile.

Zander nehmen den Köder oft sehr vorsichtig auf, weshalb Feinfühligkeit und Kontrolle entscheidend sind. Selbst kleinste Anfasser müssen erkannt werden, während gleichzeitig durchgehender Kontakt zum Köder – insbesondere grundnah – gehalten wird.

 

Hauptschnur:

Geflochtene Schnur ist aufgrund ihrer direkten Rückmeldung die bevorzugte Wahl. Eine 8-fach-Geflochtene wie Shimano Kairiki 8 bietet eine ausgewogene Kombination aus Feinfühligkeit und guten Wurfeigenschaften. In steinigem Gelände oder bei starker Struktur sorgen abriebfestere Optionen wie Kairiki 4 oder PowerPro für zusätzliche Sicherheit. Wer besonderen Wert auf Wurfleistung und Laufruhe legt, greift zu Kairiki 8+ oder PowerPro Super 8 Slick V2.

 

Durchmesser:

Beim Zanderangeln kommen meist dünnere Geflechte zum Einsatz, typischerweise im Bereich von 0,10 mm bis 0,16 mm – abhängig von Bedingungen und Ködergewicht.

 

Leader:

Ein Fluorocarbon-Leader wie Yasei Fluoro Leader wird üblicherweise in 0,30 mm bis 0,40 mm verwendet. Es sorgt für eine unauffällige Präsentation nahe am Köder und bietet gleichzeitig zusätzlichen Schutz an Strukturen.

 

Warum dieses Setup funktioniert:

Eine dünne geflochtene Hauptschnur überträgt selbst feinste Bisse sofort und hält den Kontakt zum Köder. In Kombination mit einem Fluorocarbon-Leader entsteht ein Setup, das Feinfühligkeit mit Unauffälligkeit verbindet und präzises Angeln am Grund ermöglicht.

Beim Barschangeln steht die Rückmeldung im Fokus. Leichte Köder, vorsichtige Bisse und häufig klares oder stark befischtes Wasser erfordern eine besonders feine und präzise Präsentation.

 

Hauptschnur:

Geflecht ist aufgrund seiner Feinfühligkeit und Kontrolle die erste Wahl. Eine 8-fach-Geflochtene wie Shimano Kairiki 8 bietet eine ausgewogene Allround-Lösung. Für Finesse-Techniken oder schwierige Bedingungen sind Kairiki 8+ oder PowerPro Super 8 Slick V2 durch ihre zusätzliche Geschmeidigkeit und Präzision eine hervorragende Alternative.

 

Durchmesser:

Typischerweise wird beim Barschangeln dünnes Geflecht im Bereich von 0,10 mm bis 0,13 mm verwendet. Als Einstieg empfiehlt sich 0,13 mm – fein genug für gute Rückmeldung, gleichzeitig aber robust für sichere Landungen.

 

Leader:

Ein Fluorocarbon-Leader wie Yasei Fluoro Leader wird üblicherweise in 0,20 mm bis 0,28 mm eingesetzt. Es sorgt für eine unauffällige Präsentation und bietet zugleich ausreichende Abriebfestigkeit.

 

Warum dieses Setup funktioniert:

Dünnes Geflecht maximiert die Rückmeldung und sorgt für optimale Wurfweiten bei kleinen Ködern. In Kombination mit Fluorocarbon entsteht eine natürliche Präsentation, die besonders bei vorsichtigen Barschen entscheidend sein kann.

Beim Welsangeln stehen Belastbarkeit, Widerstandsfähigkeit und Kontrolle im Vordergrund. Unabhängig davon, ob aktiv gefischt oder auf den Biss gewartet wird, muss das Setup auch unter dauerhaft hoher Belastung zuverlässig arbeiten.

 

Hauptschnur:

Geflochtene Schnur ist aufgrund ihrer hohen Tragkraft und Abriebfestigkeit unverzichtbar. Für aktive Methoden wie pelagisches Angeln oder Vertikalangeln bietet eine robuste 4-fach-Geflochtene wie Shimano Kairiki 4 die nötige Kontrolle und Haltbarkeit. Beim stationären Angeln mit schweren Montagen ist PowerPro aufgrund ihrer bewährten Stabilität und breiten Durchmesserpalette eine zuverlässige Wahl.

 

Durchmesser:

Beim Spinnfischen in strukturreichen Gewässern wird meist Geflecht im Bereich von 0,36 mm bis 0,46 mm eingesetzt. Für das Pelagischangeln eignen sich 0,32 mm bis 0,41 mm. Beim statischen Ansitzangeln werden üblicherweise 0,36 mm bis 0,56 mm verwendet – abhängig von Fischgröße, Bedingungen und Hindernisaufkommen.

 

Leader:

Ein besonders abriebfestes Leader ist zwingend erforderlich. Häufig kommen Kevlar- oder vergleichbar verstärkte Materialien zum Einsatz, die extremen Belastungen und Kontakt mit Hindernissen standhalten. In speziellen Situationen kann auch starkes Fluorocarbon verwendet werden – mindestens 0,90 mm.

 

Warum dieses Setup funktioniert:

Eine starke geflochtene Hauptschnur bietet die notwendige Kontrolle bei kraftvollen Fluchten und im Umgang mit Struktur. In Kombination mit einem extrem widerstandsfähigen Leader entsteht ein Setup, das auch unter härtesten Bedingungen zuverlässig funktioniert.

Beim Forellenangeln steht eine feine Abstimmung im Vordergrund. Häufig wird mit kleinen Haken und leichten Ködern in klarem Wasser gefischt, wobei eine natürliche Präsentation entscheidend ist – insbesondere an stark befischten Gewässern.

 

Hauptschnur:

Je nach persönlicher Vorliebe und Angelstil können sowohl monofile Schnüre als auch Geflecht eingesetzt werden. Eine hochwertige Monofile wie Trout Competition Mono bietet einen klassischen, verzeihenden Ansatz, während Catana oder die preisgünstige Exage eine einfache und zuverlässige Wahl darstellen. Für mehr Wurfweite und zusätzliche Feinfühligkeit kann ein dünnes Geflecht wie Shimano Kairiki 8 eine sinnvolle Alternative sein.

 

Durchmesser:

Monofile Schnüre werden in der Regel im Bereich von 0,16 mm bis 0,22 mm gefischt, während Geflecht in feineren Durchmessern von etwa 0,06 mm bis 0,10 mm eingesetzt wird. Beim Einsatz von Geflecht ist 0,10 mm ein guter Ausgangspunkt; dünnere Durchmesser sind erfahrenen Finesse-Anglern vorbehalten.

 

Leader:

Ein Fluorocarbon-Leader wie Trout Competition Fluorocarbon wird üblicherweise in Durchmessern von etwa 0,12 mm bis 0,16 mm verwendet, wobei 0,16 mm eine bewährte Standardwahl ist. Er sorgt für eine nahezu unsichtbare Präsentation bei gleichzeitig ausreichender Kontrolle und Abriebfestigkeit.

 

Warum dieses Setup funktioniert:

Monofile Schnur liefert die notwendige Dehnung, um feine Haken im Drill zu schützen und Aussteiger zu reduzieren. Geflecht bietet zusätzliche Feinfühligkeit und Wurfweite, wenn diese Eigenschaften gefragt sind. In Kombination mit einem Fluorocarbon-Leader entsteht eine unauffällige und natürliche Präsentation – entscheidend beim Angeln auf vorsichtige Forellen.

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SHIMANO RAUBFISCH-SCHNÜRE

 

Monofile Schnur liefert die notwendige Dehnung, um feine Haken im Drill zu schützen und Aussteiger zu reduzieren. Geflecht bietet zusätzliche Feinfühligkeit und Wurfweite, wenn diese Eigenschaften gefragt sind. In Kombination mit einem Fluorocarbon-Leader entsteht eine unauffällige und natürliche Präsentation – entscheidend beim Angeln auf vorsichtige Forellen.





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LEADER MATERIAL

Geflochtene Schnur besitzt nahezu keine Dehnung und benötigt daher einen Leader für den optimalen Einsatz. Der Leader ist der entscheidende Abschnitt, der direkten Kontakt mit dem Fisch hat, Belastungen durch Zähne, Hindernisse und Abrieb standhält und maßgeblich beeinflusst, wie natürlich der Köder im Wasser präsentiert wird.


Yasei Fluoro Leader ist eine zuverlässige Basis für viele Techniken. Beim Barschangeln und leichten Finesse-Anwendungen sind Durchmesser von etwa 0,20 mm bis 0,28 mm üblich, um eine unauffällige Präsentation zu gewährleisten.

Beim Zanderangeln werden die Durchmesser häufig auf 0,30 mm bis 0,40 mm erhöht, um eine gute Balance zwischen Unauffälligkeit und zusätzlicher Sicherheit in Grundnähe und an Strukturen zu erreichen.

Beim gezielten Angeln auf Hecht kommen je nach Situation deutlich stärkere Fluorocarbon-Leader zum Einsatz. Durchmesser um 0,90 mm sind eine gängige Wahl, um ausreichenden Schutz vor den scharfen Zähnen zu bieten.

 

Leaderlänge:

Als allgemeine Richtlinie hat sich eine Leaderlänge von etwa 50 cm bis 100 cm für die meisten Anwendungen beim Barsch-, Hecht- und Zanderangeln bewährt. Diese Länge ist ausreichend, um die sichtbare Geflechtschnur vom Köder fernzuhalten, gleichzeitig aber kurz genug, damit der Verbindungsknoten beim Wurf vor der Rutenspitze bleibt und nicht unter Belastung durch die Ringe läuft. Längere Leader können in klarem Wasser die Präsentation verbessern und bieten zusätzlichen Schutz beim Angeln an Strukturen.

Hechtzähne durchtrennen jedes Material, das nicht bissfest ist. Für das gezielte Hechtangeln mit größeren Ködern – insbesondere mit Swimbaits und Glidebaits, die oft tief inhaliert werden – ist starkes Fluorocarbon mit etwa 0,90 mm Durchmesser erforderlich. Alternativ kann ein Stahlvorfach zwischen Fluorocarbon und Köder eingesetzt werden, um das Risiko von Bissverlusten vollständig auszuschließen. Beim Einsatz großer Hechtköder empfiehlt es sich, 25 cm bis 40 cm Stahl zum Fluorocarbon-Leader hinzuzufügen.

Leader beim Welsangeln sind für extreme Belastungen ausgelegt. Lange Drills, schwere Fische und permanenter Kontakt mit Struktur erfordern Materialien, die sowohl Abrieb als auch dauerhafte Belastung zuverlässig standhalten.

 

Leaderwahl:

Verstärkte Materialien wie Kevlar- oder andere Aramid-Leader sind im Welsangeln weit verbreitet. Sie bieten eine außergewöhnlich hohe Tragkraft und Abriebfestigkeit und eignen sich sowohl für aktive als auch für stationäre Angelmethoden.

Für bestimmte Anwendungen kann auch schwere monofile Schnur wie Shimano Technium als Schlagschnur eingesetzt werden, um harte Fluchten abzufedern und die Hauptschnur zu schützen. In feineren Präsentationen kann zusätzlich ein kurzes Stück starkes Fluorocarbon in Hakennähe eingesetzt werden.

 

Durchmesser und Tragkraft:

Beim Welsangeln steht weniger der Durchmesser als vielmehr die Gesamtstabilität im Fokus. Entsprechend hohe Tragkräfte werden gewählt, abgestimmt auf Fischgröße, Gewässerstruktur und Angelmethode.

 

Warum dieses Setup funktioniert:

Ein robuster, abriebfester Leader schützt zuverlässig vor Steinen, Hindernissen und dem Fisch selbst und bietet gleichzeitig die notwendige Sicherheit bei langen und kraftvollen Drills. Die Abstimmung des Leader-Materials auf die jeweilige Angelmethode sorgt für maximale Kontrolle und Vertrauen.

Beim Forellenangeln ist ein leichter und unauffälliger Leader entscheidend. Gerade in klarem Wasser und an stark befischten Gewässern steht eine natürliche Präsentation im Vordergrund.

 

Leaderwahl:

Fluorocarbon wie Trout Competition Fluorocarbon ist die Standardwahl aufgrund seiner geringen Sichtbarkeit und sauberen Präsentation.

 

Durchmesser:

Die meisten Anwendungen erfolgen im Bereich von etwa 0,12 mm bis 0,16 mm, abhängig von Ködergröße und Bedingungen.

 

Warum dieses Setup funktioniert:

Ein dünner Fluorocarbon-Leader sorgt für eine nahezu unsichtbare Präsentation und ermöglicht es kleinen Ködern, sich frei und natürlich zu bewegen – ein entscheidender Faktor für mehr Bisse auf vorsichtige Forellen.

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FAQ

Geflochtene Schnur besteht aus vielen feinen Fasern, hat nahezu keine Dehnung, einen sehr geringen Durchmesser und eine sehr hohe Feinfühligkeit. Sie ermöglicht direkte Anhiebe und unmittelbaren Kontakt zum Köder. Monofile Schnur ist ein einzelner Nylonfaden, der sich unter Belastung dehnt, harte Bisse abfedert und dafür sorgt, dass Drillingshaken bei Kopfstößen sicher greifen. Beim Raubfischangeln ist Geflecht der Standard als Hauptschnur, während Monofil eine verzeihendere Alternative für Crankbaits, Topwater-Köder und Einsteiger darstellt.

Die Auswahl beginnt mit Zielfisch und Technik. Für Barsch und Zander eignet sich ein feines 8-fach-Geflecht mit leichtem Fluorocarbon-Leader. Für Hecht wird ein stärkeres Geflecht mit dickem Fluorocarbon oder Stahlvorfach kombiniert. Beim Welsangeln kommen sehr starke Geflechte mit verstärkten Leadern zum Einsatz. Für das Forellenangeln wird eine feine Monofile oder ein dünnes Geflecht mit leichtem Fluorocarbon-Leader verwendet. Der Durchmesser richtet sich nach Ködergewicht, Gewässer und erwarteter Fischgröße. Im Zweifel ist der stärkere Durchmesser die sichere Wahl.

Ein Leader ist ein Abschnitt aus Fluorocarbon, Monofil oder Stahl zwischen geflochtener Hauptschnur und Köder. Beim Einsatz von Geflecht ist er nahezu immer erforderlich, da Geflecht gut sichtbar ist, keine Dehnung besitzt und empfindlich gegenüber Abrieb sowie Fischzähnen ist. Der Leader sorgt für Unauffälligkeit, Abriebschutz und – je nach Material – Bissfestigkeit. Beim Hechtangeln muss der Leader immer bissfest sein.

Wenn Hecht als Zielfisch zu erwarten ist, muss der Leader in jedem Fall bissfest sein – entweder durch starkes Fluorocarbon ab etwa 0,90 mm oder durch ein Stahlvorfach. Beim Einsatz großer Köder, die tief geschluckt werden, verhindert ein zusätzliches Stahlvorfach von 25 cm bis 40 cm das Risiko von Bissverlusten vollständig. Das schützt nicht nur den Köder, sondern auch den Fisch, da ein verlorener Köder im Maul unbedingt vermieden werden sollte.